St. Marienkirche am Alexanderplatz, Berlin |
9. Juli 2009 |
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Im Auftrag von Gregor Hohberg, Pfarrer der Kirchengemeinde St. Petri - St. Marien, fand am 9. Juli 2009 eine Wahrnehmungswerkstatt in der St. Marienkirche am Alexanderplatz statt.
Nach der Schließung des Gebäudes für den Besucherverkehr stand die Kirche den Teilnehmern der Wahrnehmungswerkstatt für die intensive
Erkundung offen. Begehbar waren dabei auch viele der Räume, die den Besuchern ansonsten verschlossen oder nur im Rahmen von Führungen
zugänglich sind, beispielsweise die Gruft, Büro und Sakristei. Zusätzlich fanden die Teilnehmer eine besondere Raumsituation vor, da das
Mittelschiff aufgrund von Sanierungsarbeiten eingerüstet war.
Nach der einstündigen individuellen Erkundung des Gebäudes führte ein gemeinsamer Gang die Gruppe in den Dachstuhl, wo der Künstler
Jörg Oswald für den Zeitraum der Veranstaltung seine Videoarbeit toflo auf eine zwischen den Dachbalken gespannte Plane projizierte.
Die Wahrnehmungswerkstatt endete bei einsetzender Dunkelheit in einem Raum, der durch die Baugerüste dicht unterhalb des
Kreuzrippengewölbes der Kirche entstanden war. Dort hatte Rainer Düvell unter Verwendung von Stoffen, Leuchten und einigen der vorhandenen
Gerüste eine »Raum- inszenierung geschaffen, welche den besonderen Charakter des lediglich temporär existierenden Raumes unterstrich.
Unter dem Titel Autokolonnen unterm Dachstuhl ist in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 18. Juli 2009 ein Artikel von Andreas Platthaus
über die Wahrnehmungswerkstatt in der Marienkirche erschienen (FAZ – 18.7.09, Nr. 164, S. Z4).
Henrike Büscher
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